Kategorie: Nährlösungen

Nährlösung: Futter für dein Pilzmyzel

Nährlösung ist eine sterile Flüssigkeit mit allem, was dein Pilzmyzel zum Wachsen braucht. Dextrose als Energiequelle, gelöst in Wasser, mit dem richtigen pH-Milieu. Du brauchst sie, um Flüssigmyzel zu vermehren, zu lagern oder neue Kulturen anzusetzen. Ohne Nährlösung läuft in der ernsthaften Pilzzucht fast nichts.

Wofür du Nährlösung brauchst

  • Vermehrung: Aus einer kleinen Flüssigmyzel Starterkultur machst du innerhalb weniger Tage ein Vielfaches der Ausgangsmenge
  • Lagerung: Flüssigmyzel in der Spritze hält nur wenige Wochen, in Nährlösung bleibt es über Monate vital
  • Neue Kulturen ansetzen: Sporen oder Gewebeproben lassen sich in Nährlösung zu einer arbeitsfähigen Kultur heranziehen

Unsere Nährlösungen

Produkt Inhalt Einsatzzweck
PW Nährlösung 5% (50 ml) 5% Dextrose-Lösung, steril Schnelle Vermehrung, Beimpfung, Flüssigkultur ansetzen
Nährlösung 350 ml Gebrauchsfertige Lösung Größere Ansätze, mehrere Gläser gleichzeitig befüllen

Wer noch schnelleres Wachstum will, kann zusätzlich unser Sojapepton verwenden. Maximal 1 g pro Liter Nährlösung. Das Myzel wächst damit deutlich schneller, die Kultur regeneriert dafür aber auch früher. Muss man wissen, wenn man es einsetzt.

So setzt du Nährlösung an

In unserem Video zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Nährlösung für Flüssigmyzel zubereitest und was dabei wichtig ist:

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Schritt für Schritt: Nährlösung verwenden

  1. Nährlösung in ein Glas mit Magnetrührstäbchen füllen
  2. Deckel mit Impfport und Filter verschließen (Filter sorgt für sicheren Druckausgleich bei der Entnahme)
  3. Im Dampfdrucktopf sterilisieren (121 °C, 30 Minuten)
  4. Komplett abkühlen lassen
  5. Durch den Impfport Flüssigmyzel injizieren
  6. Glas auf einen Magnetrührer stellen
  7. Bei Zimmertemperatur wachsen lassen, nach circa einer Woche ist die Kultur einsatzbereit

Wie schnell die Kultur fertig ist, hängt davon ab, wie viel Flüssigmyzel du eingebracht hast und welche Pilzart du verwendest. Eine Woche ist ein guter Richtwert.

Hinweis zur Lagerung: Nicht alle Pilzarten kühl lagern

Generell lagerst du fertige Flüssigkulturen kühl im Kühlschrank. Aber Achtung: Tropische Pilzarten wie der Rosenseitling oder Limonenseitling sollten nicht kühl gelagert werden, weil sie sonst an Vitalität verlieren. Diese Kulturen lieber bei Zimmertemperatur aufbewahren und zügig verarbeiten.

Brauche ich einen Filter am Glas?

Der Filter im Deckel dient vor allem dem sicheren Druckausgleich bei der Entnahme. Bei unseren kleinen Fläschchen ist die Entnahme auch ohne Filter problemlos möglich, weil die Mengen gering sind. Bei größeren Ansätzen in unseren Gläsern muss ein Filter verbaut sein, damit kein Unterdruck entsteht und kontaminierte Luft eindringt.

Was du sonst noch brauchst

Saubere Verarbeitung ist bei Nährlösung das A und O. Entsprechend gehört Desinfektion zwingend dazu. Dazu die passenden Gefäße und Utensilien aus unserem Ausrüstungs-Sortiment.

Das spricht für unsere Nährlösungen

  • Speziell für die Pilzzucht entwickelt, auf Dextrose-Basis
  • Sofort einsatzbereit, keine Mischarbeit
  • Kompatibel mit allen Pilzarten aus unserem Sortiment
  • Zur Vermehrung und Lagerung geeignet
  • Optional mit Sojapepton für beschleunigtes Wachstum kombinierbar

Du hast noch Fragen zur Anwendung? Schau in unseren Q&A Bereich.

Häufige Fragen zu Nährlösungen

Was ist eine Nährlösung in der Pilzzucht?

Eine Nährlösung ist eine sterile Flüssigkeit aus Wasser und Dextrose, in der Pilzmyzel wächst. Die Dextrose dient als Energiequelle, das Wasser als Medium. Nährlösung wird in der Pilzzucht vor allem zur Vermehrung und Lagerung von Flüssigmyzel verwendet. Eine 5%ige Lösung (5 g Dextrose auf 100 ml Wasser) ist die gängige Konzentration.

Wie mische ich Nährlösung an?

5 g Dextrose auf 100 ml Wasser, das ergibt eine 5%ige Lösung. Dextrose auflösen, in ein Glas mit Magnetrührstäbchen füllen, Deckel mit Impfport drauf und im Dampfdrucktopf bei 121 °C für 30 Minuten sterilisieren. Wer schnelleres Wachstum will, kann zusätzlich 1 g Sojapepton pro Liter hinzugeben, mehr aber nicht. Fertig angesetzte Lösungen bekommst du auch bei uns.

Wie bereite ich Nährlösung für Flüssigmyzel zu?

Nährlösung in ein Glas mit Deckel und Magnetrührstäbchen füllen. Deckel mit Impfport versehen, bei größeren Gläsern zusätzlich einen Filter für den Druckausgleich einbauen. Glas im Dampfdrucktopf bei 121 °C für 30 Minuten sterilisieren. Abkühlen lassen, dann mit Flüssigmyzel beimpfen und auf einen Magnetrührer stellen. Nach circa einer Woche ist die Kultur einsatzbereit.

Wie lange dauert es, bis die Flüssigkultur fertig ist?

Nach der Inokulation und bei richtiger Lagerung circa eine Woche. Das hängt aber davon ab, wie viel Flüssigmyzel du eingebracht hast und welche Pilzart du verwendest. Manche Pilzarten wie Austernpilze wachsen schneller, andere wie Reishi brauchen etwas länger.

Wie lange hält Nährlösung mit Myzel?

Bei kühler Lagerung im Kühlschrank bei 4 bis 8 °C bleibt eine mit Myzel beimpfte Nährlösung mehrere Monate vital. Wichtig: Tropische Pilzarten wie Rosenseitling oder Limonenseitling nicht kühl lagern, die verlieren dabei ihre Vitalität. Diese Kulturen lieber bei Zimmertemperatur aufbewahren und zügig verarbeiten.

Was bewirkt Sojapepton in der Nährlösung?

Sojapepton beschleunigt das Myzelwachstum deutlich. Maximal 1 g pro Liter Nährlösung verwenden. Das Myzel wächst damit schneller, die Kultur regeneriert dadurch aber auch früher. Heißt: Du musst sie schneller verarbeiten. Für Standard-Ansätze reicht reine Dextrose-Lösung völlig aus, Sojapepton ist optional für erfahrene Züchter.

Kann ich Nährlösung selber herstellen?

Ja. Die Zutaten sind simpel: Wasser und Dextrose, bei Bedarf etwas Sojapepton. Die Herausforderung ist die sterile Verarbeitung. Ohne Dampfdrucktopf oder Schnellkochtopf bekommst du die Lösung nicht wirklich steril, und kontaminierte Nährlösung verwandelt sich schnell in Schimmelbrühe. Wenn du anfängst oder Zeit sparen willst, nimm eine fertig angesetzte Lösung.

Brauche ich einen Filter am Glas?

Der Filter dient vor allem dem sicheren Druckausgleich bei der Entnahme. Bei kleinen Fläschchen ist die Entnahme auch ohne Filter problemlos möglich. Bei größeren Gläsern muss ein Filter verbaut sein, damit kein Unterdruck entsteht und kontaminierte Luft angezogen wird.

Welche Nährlösung für welche Pilzart?

Eine 5%ige Dextrose-Lösung funktioniert als Basis für praktisch alle Pilzarten. Austernpilze, Shiitake, Reishi, Kräuterseitlinge, Limonenseitlinge und weitere. Manche Pilzarten wie Reishi wachsen auf nährstoffreicheren Lösungen mit Sojapepton noch besser, aber für den Hobbybereich reicht die Standard-Dextrose-Lösung für alle gängigen Pilzarten.

Warum wird meine Nährlösung trüb?

Leichte Trübung nach dem Beimpfen ist normal, das ist das wachsende Myzel. Wird die Lösung milchig, gelblich oder bildet sich ein Film an der Oberfläche, ist das meistens eine Kontamination durch Bakterien. Riech vorsichtig dran: Gesundes Myzel riecht pilzig und frisch, Kontaminationen meist sauer, muffig oder faulig. Im Zweifel die Kultur verwerfen und neu ansetzen.

Kann ich Nährlösung in den Kühlschrank stellen?

Unbenutzt und verschlossen: ja. Nach dem Beimpfen während der Wachstumsphase: nein, da braucht das Myzel Zimmertemperatur. Erst wenn die Kultur fertig durchwachsen ist und gelagert werden soll, kommt sie in den Kühlschrank. Ausnahme: Tropische Pilzarten wie Rosenseitling und Limonenseitling nicht kühl lagern, die verlieren sonst ihre Vitalität.