Der riesige Hallimasch in Oregon: ein verborgener Gigant
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Im Malheur National Forest im US-Bundesstaat Oregon lebt ein Pilzindividuum von kaum vorstellbarer Größe. Der Hallimasch Armillaria ostoyae bedeckt nach Untersuchungen rund 965 Hektar – etwa 9,65 Quadratkilometer.
Woher weiß man, dass es ein Individuum ist?
Forschende nahmen Pilzproben an weit voneinander entfernten Stellen des Waldes. Genetische Vergleiche und Kompatibilitätstests zeigten, dass viele dieser Fundstellen zum selben genetischen Individuum gehören. Die sichtbaren Hallimaschbüschel sind lediglich Fruchtkörper dieses weit größeren Organismus.
Der größte Teil liegt verborgen
Unter der Erde und an Baumwurzeln breitet sich der Pilz mit Myzel und dunklen, wurzelähnlichen Strängen aus. Diese Stränge heißen Rhizomorphen. Sie helfen dem Hallimasch, neue Holzquellen zu erreichen. Der Pilz kann lebende Bäume als Wurzelpathogen schädigen und abgestorbenes Holz weiter abbauen.
Wie alt ist der Pilz?
Das genaue Alter lässt sich nicht direkt ablesen. Aus der heutigen Ausdehnung und verschiedenen angenommenen Wachstumsgeschwindigkeiten ergeben sich Schätzungen von etwa 1.900 bis 8.650 Jahren. Die große Spannweite zeigt, dass es sich um eine Modellrechnung und nicht um eine exakte Jahreszahl handelt.
Größter Organismus – nach welchem Maßstab?
Der US Forest Service beschreibt diesen Hallimasch als größten bekannten lebenden Organismus nach geschätzter Biomasse. Solche Rekorde hängen davon ab, ob Fläche, Masse, Länge oder genetische Einheit verglichen werden. Sicher ist: Unter einem scheinbar normalen Wald verbirgt sich eines der größten bekannten Pilzindividuen der Erde.
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